Glücksprinz - Mannheimer Krimistück in 8 Tagen

Glücksprinz Mannheimer Krimistück in 8 Tagen - Mannheimer Regionalkrimi von Brigitte Stolle - 2016Ist es eine Krimi-Groteske, ein Psychodrama oder eine Milieubeschreibung, was die Mannheimer Autorin Brigitte Stolle (1959) hier in acht atemlose Tage hineingepackt hat … oder von allem etwas? Wir tauchen ein ins Kleinkriminellen-Milieu der Quadratestadt, lernen zwei ungleiche und doch vom selben Elternhaus geprägte Schwestern kennen und wissen nicht, ob wir über die Kathie und ihre verschrobene Gedankenwelt, ihren Hang zu Sprichwörtern, platten Lebensweisheiten und John-Wayne-Filmen lachen oder weinen sollen. Die Sprache des Romans, die dem geringen Bildungs- und Reifegrad der Hauptperson angepasst ist, verleiht dieser bitterbösen Geschichte nicht nur einen lebensechten Anstrich, sondern auch eine gewisse Komik …

Eine interessante Stellung kommt der einsamen und unglücklichen Katze zu, „der einzigen sympathischen Person der Handlung“, mit der die Protagonistin ihre Wohnung teilt. Sie scheint mit Kathies traurigem Schicksal auf geheimnisvolle Weise verbunden: tropf-tropf, Katzenblut und Menschenblut …

Karla Kunstwadl Glücksprinz Mannheimer Krimistück in 8 Tagen Brigitte Stolle „Lassen Sie sich von dem prinzessinnenrosafarbenen Buchcover nicht täuschen … es ist eine bitterböse Geschichte.“ (Brigitte Stolle)

***
www.presseverteiler.online

“… Brigitte Stolle erzählt in „Glücksprinz“ eine bitterböse Geschichte, in der eine Katze den einzigen liebenswürdigen Charakter übernimmt. “Lassen Sie sich von dem prinzessinnenrosafarbenen Buchcover nicht täuschen … es ist eine bitterböse Geschichte”, gibt uns die Autorin mit auf den Weg. Es geht sowohl um den Konflikt zwischen zwei Schwestern, um kriminelle Handlungen, um Glück im Spiel und Pech in der Liebe. Das Buch eignet sich für Leser, die gerne groteske Geschichte lesen, Humor mögen und nach kurzweiliger Unterhaltung suchen …

Brigitte Stolle - Glücksprinz ... Mannheimer Krimistück in acht TagenSchlecht gelesen, finde ich. Ich lasse ja alles Mögliche an Urteil gelten, aber es ist Pech im Spiel UND Pech in der Liebe … und ob es was mit Humor und “kurzweiliger Unterhaltung” zu tun hat … naja … Aber das mit der Katze stimmt immerhin.

***
Mannheimer Morgen / Ausgabe Rhein-Neckar
9. September 2016:
Krimi in Mannheimer Quadraten

Mannheimer Morgen Ausgabe Rhein-Neckar, 9. September 2016_Buchbesprechung "Glücksprinz - Mannheimer Krimistück in 8 Tagen" von Brigitte StolleGlücksprinz, ein Mannheimer Krimistück in 8 Tagen“- So lautet der Titel des nunmehr sechsten Buches der Seckenheimer Autorin Brigitte Stolle (Bild). Wer bei diesem Titel an einen netten sympathischen Mann denkt, der liegt falsch. Der Glücksprinz ist nämlich ein Spielsalon in den Quadraten der Stadt.

In ihrer “Textwerkstatt Seckenheim am Wasserturm”, schrieb die 1959 in Mannheim geborene Autorin ihren neuesten Kriminal-Roman, der, wie im Titel angedeutet, in einem Zeitraum von acht Tagen spielt. “Lassen Sie sich von dem prinzessinnenrosafarbenen Buchcover nicht täuschen”, mahnt die Autorin: “Es ist eine bitterböse Geschichte.”

 Schauplatz des Geschehens ist die Mannheimer Innenstadt. Natürlich fließen in den authentischen Text auch Unterhaltungen im Mannheimer Dialekt ein. Das dürfte besonders die Leserschaft aus der Region zum Schmunzeln bringen. Mit Humor und vielen Sprichwörtern schafft es Stolle, die Sympathie des Lesers für die einfältige Protagonistin Kathie zu gewinnen. Der Kriminal-Roman ist in einfacher Sprache geschrieben. Damit passt die studierte Germanistin ihr Werk der Lebenswelt der handelnden Personen an.

Kathie, die übergewichtige Buchhalterin und ungeliebte Schwester, gerät im Verlauf der Handlung immer tiefer in die Mannheimer Kleinkriminalität, ohne etwas davon zu merken. Daneben finden immer wieder Streitigkeiten in der zerrissenen Familie statt. Ein Seitensprung, Alkoholprobleme und kleinere Delikte finden Platz im Buch. So ist der Leser nicht sicher, was genau er in den Händen hält, Millieubeschreibung, Krimi-Groteske oder Psychodrama, Stolle hat in ihrem neuesten Werk von allem ein bisschen untergebracht. ks (BILD: hje)

 © Mannheimer Morgen, Freitag, 09.09.2016

 Der Glücksprinz bei Amazon

 ***
Mannheimer Morgen / Literatur Regional (ham)
Neues Buch der Autorin Brigitte Stolle
Gescheiteres Glück

(Die Rezension vom 14.09.2016 wurde hier ausschnittsweise abgetippselt)

“Glückprinz” heißt das sechste Buch der Mannheimer Autorin Brigitte Stolle. Darin geht es um die pummelige Kathie, bei der alles schief zu laufen scheint. Sie ist 35, eher unattrativ, hatte noch nie einen Freund und arbeitet als schlecht bezahlte Aushilfe. Auch ihre Familie mäkelt ständig an ihr herum. Nur drei Dinge gibt es, mit denen die Kathie eine ansatzweise liebevolle Beziehung führt: John-Wayne-Filme, ihre traumatisierte Katze und Bruno - Kathies Schwarm. Er arbeitet im Spielsalon “Glücksprinz”, den Kathie regelmäßig besucht. Ein richtiger Traumprinz ist Bruno aber nicht und viel Glück hat die Kathie auch nicht. Ob das an ihrer permanent schlechten Laune und aggressiven Anfällen liegt oder ob dies die Folgen ihres Scheinterns sind, bleibt offen. Auch die anderen Charaktere des Buches scheinen alle auf ihre Art und Weise unglücklich zu sein. Sowohl Kathies Schwester und deren Ehemann als auch Kathis Schwarm Bruno. Brigitte Stolles Schreibstil spiegelt Kathies Leben gut wider: einfach, salopp, die Dialoge im Mannheimer Dialekt. Mannheim erkennt man nicht nur an zahlreichen bekannten Orten wie den Wasserturm, sondern auch an Redewendungen wie “des lob isch mir”. Brigitte Stolles Schreibstil spiegelt Kathies Leben gut wider: einfach, salopp, die Dialoge in Mannheimer Dialekt. Mannheim erkennt man nicht nur an zahlreichen bekannten Orten, wie den Wasserturm, sondern auch an Redewendungen wie “des lob isch mir” …

***
Buchbesprechung in den BGNews-intern, Ausgabe 23, Oktober 2016
Redaktionsmitglied Sandra Pfisterer über “Brunhilde, Barbara und ich” und den “Glückprinz”

(Zwei in Stil und Genre so unterschiedliche Bücher in einem einzigen Artikel zu vereinen und dabei auch noch so etwas wie einen roten Faden erkennen zu lassen, ist kein leichtes Unterfangen. Ich finde, Frau Pfisterer hat diese knifflige Herausforderung mit Bravour bewältigt. Ich bedanke mich sehr herzlich für die kollegiale Buchbesprechung!)

 BGNews-intern_Buchbesprechung von Sandra Pfisterer_Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten"_"Glücksprinz - Mannheimer Krimistück in 8 Tagen

“Erinnern Sie sich noch? Da gabs mal ein paar von der BGNews-intern vorgestellte Bücher mit dem Titel “Die Köchin” oder auch die “Ameisentage”, “Bienenstich” und Limericks. Sagt Ihnen nichts mehr? Naja, kein Problem, dann will ich Ihnen auf die Sprünge helfen. Eine Kollegin der Hauptverwaltung, Brigitte Stolle, hat schon seit längerem eine kreative Feder und bringt immer wieder ihre Ideen zu Buche. Mit gleich zwei Werken, die unterschiedlicher nicht sein könnten, überrascht sie dieses Mal ihre Leserschaft.

Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten” ist ein sehr persönliches Buch mit 12 Anekdoten aus dem Leben der Schriftstellerin, ein liebevoller Bericht von Kindheitserinnerungen an eine Zeit, in der die Kirche eine maßgebliche Rolle in ihrem Leben spielte und die 60er und 70er Jahre in Edingen-Neckarhausen noch so ganz anders waren. Mit ganz viel Humor, Charme und sehr persönlichen Erzählungen gelingt es Frau Stolle, eine Zeit zu beschreiben, die so manchen eigene Erfahrungen wiederentdecken lassen und der jüngeren Generation zeigen, dass die Uhren damals einfach anders getickt haben als heute.

So anders dagegen ihr Werk “Glücksprinz“, ein lokales Fast-Theaterstück aus der heutigen Zeit. Ein Krimi? Ein Psychodrama? Auf jeden Fall ein Werk, das so gar nichts Nostalgisches oder viel zum Schwelgen hat. Die bitterböse Geschichte, eingepackt in ein rosa, harmlos wirkendes Cover, erzählt die Geschichte von zwei ungleichen Schwestern, die versuchen, ihr Lebensglück auf verschiedenste Weise zu finden: Die eine in ihrer Rolle als erfolgreiche Businessfrau und Ehegattin, die andere in ihrer verschrobenen Gedankenwelt und ihrem Weg ins “kleinkriminelle Milieu” der Quadratestadt. Trotz den traurigen Schicksals der Jüngeren gelingt es Frau Stolle, mit einer gehörigen Prise Komik in einem fast nachvollziehbaren Psychodrama dem Leser nicht nur für die Katze Mitgefühl abzugewinnen.

Unterschiedlicher könnten ihre Werke nicht sein, daher sind wir gespannt, was als nächstes aus dem kreativen Repertoire unserer Kollegin hervorgeht.

Frau Stolle ist derzeit aufgrund einer Erkrankung nicht in der BG. Wir wünschen ihr auf diesem Wege weiterhin kreative Schreibideen, viel Kraft und alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit.”

 (Sandra Pfisterer, Redaktion)

 ***