Bienenstich

Den “Bienenstich - Imkerkrimi aus Mannheim” gibt es ab Mai 2016 in 2. überarbeiteter Auflage und mit neuem Outfit. Links der alte, rechts der neue “Bienenstich“. Auf dem Cover nunmehr mein Foto von einer frisch ausgeschleuderten Bienenwabe. Der Rezeptanhang wurde leicht modifiziert und erweitert.

Bienenstich - Imkerkrimi aus Mannheim von Brigitte Stolle

Bienenstich - Imkerkrimi aus Mannheim von Brigitte Stolle

Das Buch ist im Buchhandel, u.a. bei Amazon erhältlich.

  Imkerin von Ihnen.
Aus dem Klappentext:

In ihrem vierten Buch, dem Mannheimer Krimi BIENENSTICH, gewährt die imkernde Schriftstellerin und schreibende Imkerin Brigitte Stolle (* 4. März 1959) nicht nur Einblicke in das geheimnisvolle Leben der Bienen, sondern macht mit ihren bunten Exkursen neugierig auf die Region. Neben appetitlichen Ausflügen in die Welt des Honigs lädt sie den Leser zu vielseitigen kulturhistorischen Streifzügen ein - von Heidelberg an den Bodensee, von Schwetzingen bis ins alte Ägypten. Während des Finalspieles der Fußball-WM wird ein Mann durch einen geheimnisvollen Anruf in den Garten gelockt und stirbt qualvoll an Bienenstichen. Was als vermeintlicher Unfall und vermuteter Mord beginnt, wird für die Beteiligten zu einer Reise in die Vergangenheit, die neue Wege und Perspektiven öffnet. Denn zwei Jahre nach dem Geschehen treffen die Hinterbliebenen Almut und ihr Sohn Henri auf die Privatdetektivin Karla Kunstwadl, eine sympathische Mannheimer Ermittlerin, die sich sowohl als Frau als auch als Detektivin eigenwillig und unkonventionell gibt und ihre eigenen ungewöhnlichen Wege geht. Dadurch kommt sie dem Fall näher, als sie eigentlich wollte … Gefährlich nahe!

honig-shakespeare von Ihnen.
Das Interview:

Jens Grüll (J.G.): Frau Stolle, Sie haben einen regionalen Krimi geschrieben, der in der Kurpfalz und in Ihrer Heimatstadt Mannheim spielt?

Brigitte Stolle (B.S.): Ja, ich wurde 1959 in Mannheim geboren, wo ich noch heute lebe und arbeite.

J.G.: Ist dieser Krimi Ihr erstes Buch?

B.S.: Nein, nach einer szenisch angelegten Groteske, einem Buch mit Kurzgeschichten und einem Limerick-Bändchen, liegt nun mein viertes Werk vor: BIENENSTICH – ein Imkerkrimi, der in der Kurpfalz, in Heidelberg, Schwetzingen, aber vor allem in Mannheim spielt.

J.G.: Bienenstich – ein Imkerkrimi, das klingt sehr spannend. Mord durch Bienenstich, ein Giftmord steht im Mittelpunkt Ihres Krimis?

B.S.: Honig ist in aller Munde und der Mikrokosmos eines Bienenstockes mutet mitunter geheimnisvoller an als die exotische Tierwelt ferner Kontinente. Als Leserin haben mich Giftmorde schon immer fasziniert. Als schreibende Imkerin und imkernde Schriftstellerin hat mich die Idee, jemanden mit Apitoxin, dem Gift der Honigbiene, ins Jenseits zu befördern, literarisch besonders interessiert. Auf meinen Recherchen bin ich auf zahlreiche Romane gestoßen, die sich mit den Motiven Bienen und Honig auseinandersetzen, es existieren einige Krimis und Kurzgeschichten, in denen Bienen thematisiert werden – aber einen richtigen Imkerkrimi mit interessanten Einblicken und Streifzügen in die Welt der Immen und des Honigs gibt es noch nicht. Dies alles in einem Krimi mit einem Hauch von Lokalkolorit zu vereinigen, mit mundartlichen Einsprengseln zu versehen und regionale Schauplätze ins Spiel zu bringen (die Mannheimer Quadrate, die Fressgass‘, Stadtteile wie Feudenheim, Käfertal oder Seckenheim, die Heidelberger Fußgängerzone, der Schwetzinger Schlossgarten usw.) hat mir viel Spaß gemacht.

J.G.: Sehr gut, Frau Stolle, detailgetreue Krimis, die auf wissenschaftlichen Fakten beruhen, liegen zurzeit im Trend. Möchten Sie mir mehr über die Handlung Ihres Imkerkrimis erzählen?

B.S.: Allzu viel will ich nicht verraten, um die Leserschaft nicht um einen spannenden Lesegenuss zu bringen. Deshalb nur soviel: Während des Finalspieles der Fußball-WM wird ein Mann durch einen geheimnisvollen Anruf in den Garten gelockt und stirbt qualvoll an Bienenstichen. Was als vermeintlicher Unfall und vermuteter Mord beginnt, wird für die Beteiligten zu einer Reise in die Vergangenheit. Denn zwei Jahre nach dem Geschehen treffen die Hinterbliebenen Almut und ihr Sohn Henri auf die Privatdetektivin Karla Kunstwadl, eine sympathische Mannheimer Ermittlerin, die sich sowohl als Frau als auch als Detektivin eigenwillig und unkonventionell gibt und ihre eigenen ungewöhnlichen Wege geht. Dadurch kommt sie dem Fall näher, als sie eigentlich wollte … Gefährlich nahe!

J.G.: Bienenstich ist ein mehrdeutiger Begriff, Sie sind in Ihrem Roman nicht nur auf den ‘Stich der Bienen’ eingegangen, sondern auch auf die kulinarische Bedeutung. Wie spiegelt sich dies in Ihrem Krimi wider?

B.S.: Da ich nicht nur Germanistik studiert, sondern auch ein Abschlusszeugnis als Köchin in der Tasche habe, interessiert mich neben der Literatur besonders auch alles Kulinarische. Dies kam in meinem ersten Buch ‘Die Köchin’, besonders zum Tragen. Auch im ‘Bienenstich’ fröne ich dieser Leidenschaft, indem ich im Anhang einige Honigrezepte preisgebe. Unter anderem selbstverständlich den ‘Bienenstich’, der zwar in seiner leckeren gebackenen Variante nicht der eigentliche Namensgeber des Buches ist. Vielmehr ist der Bienenstich ein Homonym, ein Wort mit zwei Bedeutungen, geeignet auch für das beliebte Teekesselchenspiel. In diesem Zusammenhang fand ich es sehr sympathisch, dass Herr Konditormeister Herrdegen vom gleichnamigen Mannheimer Traditionscafé so freundlich war, mir ein Rezept seines Bienenstiches zum Abdruck im Buch zur Verfügung zu stellen. Literatur und Kulinarik – zwei wundervolle Themen!

J.G.: Planen Sie weitere Bücher?

B.S.: Mit einem fünften Buch, das ebenfalls in der Region spielt, bin ich zurzeit auf Verlagssuche. Und das sechste ist in Arbeit. Regionalkrimis neigen zu Serialisierung – Karla Kunstwadl wird also weiterermitteln. Da ich eine 40-Stunden-Woche und nebenher noch drei Bienenvölker zu betreuen habe, schreibe ich nachts. Meine Leser müssen also ein wenig Geduld aufbringen. Aber wie sagte schon der russische Schriftsteller Michail A. Scholochow? ‘Schnelligkeit ist notwendig, um Flöhe zu fangen, aber nicht, um Bücher zu schreiben!’

J.G.: Vielen Dank für das Gespräch.

 Bienenstich, süß und lecker:

Bienenstich_lecker_1 von Ihnen.Bienenstiche, schmerzhaft:

Fuß_1 von Ihnen.

Leserwelt-Rezension

In ihrem vierten Buch, dem Mannheimer Krimi “Bienenstich”, gewährt die imkernde Schriftstellerin und schreibende Imkerin Brigitte Stolle (* 4. März 1959) nicht nur Einblicke in das geheimnisvolle Leben der Bienen, sondern macht mit ihren bunten Exkursen neugierig auf die Region. Neben appetitlichen Ausflügen in die Welt des Honigs lädt sie den Leser zu vielseitigen kulturhistorischen Streifzügen ein - von Heidelberg an den Bodensee, von Schwetzingen bis ins alte Ägypten. Während des Finalspieles der Fußball-WM wird ein Mann durch einen geheimnisvollen Anruf in den Garten gelockt und stirbt qualvoll an Bienenstichen. Was als vermeintlicher Unfall und vermuteter Mord beginnt, wird für die Beteiligten zu einer Reise in die Vergangenheit, die neue Wege und Perspektiven öffnet. Denn zwei Jahre nach dem Geschehen treffen die Hinterbliebenen Almut und ihr Sohn Henri auf die Privatdetektivin Karla Kunstwadl, eine sympathische Mannheimer Ermittlerin, die sich sowohl als Frau als auch als Detektivin eigenwillig und unkonventionell gibt und ihre eigenen ungewöhnlichen Wege geht. Dadurch kommt sie dem Fall näher, als sie eigentlich wollte … Gefährlich nahe!

Die Grundidee der Handlung: Es passierte am 9. Juli 2006. Das Endspiel der 18. Fußballweltmeisterschaft im Berliner Olympiastadion läuft. Die Halle bebt. Italien und Frankreich befinden sich im entscheidenden Elfmeterschießen, als das Telefon klingelt. Wutentbrannt nimmt ein Mann den Hörer ab und stürzt kurz darauf kreidebleich in seinen Garten. Die Verleihung des Weltmeistertitel findet einige Zeit später ohne ihn statt, denn da liegt er bereits leblos vor seiner Terrassentür, getötet von einer Schar aufgescheuchter, wütender Bienen. Zwei Jahre später sitzt im Büro der ehemaligen, erfolglosen Kaufhausdetektivin Karla Kunstwadl eine elegant gekleidete Dame, die ihr ein ungewöhnliches, aber lukratives, Angebot unterbreitet. Unter dem Synonym Petra Schmidt soll Karla sich als Haushaltshilfe bei deren Schwester Almut verdingen und ganz nebenbei den Sohn Henri bespitzeln. Ohne rechte Begeisterung, aber vom angebotenen Honorar ausreichend motiviert, nimmt Karla den Auftrag an. Bereits kurze Zeit später wittert sie die Chance ihrer kleinen, von ständigem Fischgeruch durchzogenen Wohnung den Rücken zu kehren und in ein angenehmes Haus mit Garten zu ziehen. In das Haus, in dem auch Almut und Henri leben. Ohne Skrupel umgarnt sie den achtunddreißigjährigen Sachbereichsleiter, der sein Leben lang nur seine Mutter vergöttert hat. Eingebrochen in die traute Zweisamkeit von Menschen, die Freud und Leid aufopferungsvoll miteinander teilen, muss Karla bald feststellen, dass sie einen entscheidenden Fehler begangen hat. Einen Fehler, der ihr das Leben kosten kann.

Stil und Sprache: Es gibt Bücher, die kann man lesen und es gibt Bücher, die kann man genießen. „Bienenstich“ ist so ein Buch, das einfach genossen werden sollte. Liebevoll und mit viel subtiler Raffinesse geschrieben, kommt es äußerst lebensnah und voller Spannung daher. Kombiniert mit einer ordentlichen Portion psychologischem Gespür und gut ausgefeilten, stimmigen Charaktere liegt hier eine Geschichte vor, die, einmal angefangen, den Leser nicht mehr aus seinem Bann lässt. Kurze Absätze und ein flüssiger Schreibstil tun ihr Übriges. Ergänzt wird das Ganze mit interessanten Details aus der Welt der Bienen, kurzweiligen Exkursionen in die nähere Umgebung Mannheims und Insidertips für die richtige Zubereitung von Bienenstich. Einen Anhang mit interessanten und nachahmenswerten Rezepten erhält der Leser quasi gratis dazu. Schade nur, dass das Buch etwas kurz geraten ist und neben der wirklich spannenden und gut konstruierten Handlung einige zu umfangreiche kulturhistorische Streifzüge enthält. Auch der Prolog ist wenig hilfreich und wirkt etwas deplaziert. Insgesamt kann aber eingeschätzt werden, dass mit der Autorin Brigitte Stolle ein wahres Schreibtalent am Werke war, das sich hinter Autorinnen wie Susanne Mischke und Ingrid Noll nicht zu verstecken braucht. [More]

Figuren: Wie bereits erwähnt, hat die Autorin Brigitte Stolle in ihrem Roman interessante und lebensechte Figuren geschaffen. Vor allem die beiden Hauptprotagonisten, der achtunddreißigjährige Sohn Henri und seine Mutter Almut, sind so gut in die Geschichte eingebracht worden, dass man sie förmlich vor sich sieht. Ihr besonders enges Verhältnis, das beiden nicht immer zum Vorteil gereicht, wurde äußerst authentisch ausgearbeitet und mit entsprechenden Episoden untersetzt. Besonders gelungen ist ihr dabei die Charakterdarstellung des traurigen Helden Henri, der sein Leben lang nur seine Mutter wirklich liebt, was ihm nun zum Verhängnis werden soll. Aber auch Nebenfiguren wie der Antiquitätenhändler Anton Klein oder Almuts Schwester Renate wurden gut ausgearbeitet und haben einen nicht unerheblichen Anteil am Gelingen der Geschichte.

Aufmachung des Buches: Der hier vorliegende Kriminalroman ist ein Taschenbuch und umfasst 138 Seiten. Den Großteil des Covers nimmt eine Steinfigur mit Bienenkorb ein. Hinter ihr kann der Betrachter Bäume erkennen, ähnlich wie in einem Park. Im rechten oberen Drittel befindet sich ein kleineres Bild, welches den linken Arm der Steinfigur überschneidet und ein Stück Bienenstich auf einem Teller mit einer daneben liegenden Gabel zeigt. Weiterhin sind der Name der Autorin, Buchtitel und Verlag aufgebracht. Die Rückseite des Covers beinhaltet ein kleines Portrait der Autorin, eine umfassende Inhaltsangabe sowie wiederum Buchtitel, Name der Autorin, Verlag, ISBN und ein Hinweis auf die im Buch befindlichen Rezepte. Zur bildhaften Unterstreichung ist in der rechten oberen Ecke ein Bild mit Bienenwaben und sich darauf tummelnden, fleißigen Bienen eingefügt. Insgesamt ein sehr ansprechendes und den Inhalt des Buches hervorragend unterstreichendes Cover.

Fazit: „Bienenstich“ ist ein herrlich erfrischendes Buch, dessen Genuss jedem Krimiliebhaber der subtileren Art wärmstens empfohlen werden kann.

Dorit Wiebke, Leserwelt

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Bienenstich – Imkerkrimi aus Mannheim
Sandra Pfisterer (Redaktion BGNews / Ausgabe Juni 2009)

Eine schreibende Imkerin und imkernde Schreiberin? Und dann noch eine Kollegin? Aus den eigenen Reihen? Wie das zusammenpasst, zeigt uns Frau Stolle […], die erneut ein Buch, erschienen beim Wagner Verlag, geschrieben hat […].

Es ist ihr viertes Werk und diesmal handelt es sich weder um Kurzgeschichten noch um ein Kochbuch der besonderen Art, sondern um einen Kriminalroman mit Kurpfälzer Hintergrund. Ein Krimi mitten aus dem Leben gegriffen, gewürzt mit einen ordentlichen Schuss aus der Imkerei und verfeinert mit edlen Honigrezepten – so lässt sich das Buch mit kurzen Worten am besten beschreiben.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Mannheimer Privatdetektivin Karla Kunstwadl, die durch die Verkettung seltsamer Umstände auf eine Mannheimer Familie trifft, die nicht nur mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat. Traditionen rund um den Honig, den Bienenstich und eine ganz besondere Mutter-Sohn-Beziehung stehen dabei im Vordergrund.

Während des Endspiels der Fußball-WM stirbt ein Mann qualvoll durch Bienenstiche – was wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als eiskalt geplanter Mord. Eine Reise in die Vergangenheit und zu den unterschiedlichsten Schauplätzen bringt schließlich die Wahrheit ans Tageslicht.

Frau Stolle ist mit dem Krimi ein sehr kurzweiliges Werk gelungen, das nicht nur zum Schmunzeln einlädt, sondern auch dem Leser Lust auf ein leckeres Stück Bienenstich macht …

Fall Sie auch Lust auf eine außergewöhnliche Lektüre haben: Das Buch ist unter ISBN 978-3-86683-510-8 für 9,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

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Seckenheim-Rheinau-Nachrichten 17. Juli 2009
LIDZ - Literatur in der Zeitung:

Seckenheimer Autorin veröffentlicht viertes Buch

Brigitte Stolle: Bienenstich (Seckenheim-Rheinau-Nachrichten 17. Juli 2009) von Ihnen.Seckenheim. Der Buchvorschlag im Juli kommt aus Seckenheim. Brigitte Stolle, Autorin des Krimis, lebt in Seckenheim. Im benachbarten Edingen hat die Freizeitimkerin ihren Bienenstand. Sie weiß genau, wovon und worüber sie schreibt.

Im Ballungsraum Rhein-Neckar, in und um Mannheim, läuft das kriminelle Geschehen ab. Kurze “Fallschilderung”: Es ist 2006, ein Mann sieht das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft. Ein geheimnisvoller Telefonanruf bringt ihn dazu, in seinen Garten zu gehen. Dort stehen drei Bienenvölker. Er stirbt qualvoll an den Bienenstichen. Für die Beteiligten beginnt eine Reise in die Vergangenheit. Nach zwei Jahren treffen die Hinterbliebene Almut und ihr Sohn Henri die Privatdetektivin Karla Kunstwadl. Diese wurde von Almuts Schwester Renate beauftragt, Almut auszuspionieren. Allerdings braucht Almut die Detektivin für ihre eigenen Zwecke. Sie soll herausfinden, ob Sohn Henri schwul ist. Dieser lebt mit 36 Jahren immer noch bei der Mutter. Karla Kunstwadl verrührt den Burschen, der an einem Ödipus-Komplex leidet. Über diese Beziehung rutscht sie immer weiter in die Familiengeschichte. Sie kümmert sich, jetzt als Fachfrau, um den Tod des Vaters. Karla Kunstwadl ist eine eigenwillige, sehr sympathische Ermittlerin. Sie kommt dem Fall näher als sie sollte. Gefährlich nahe!

Bei dem Buch haben wir einen echten Rhein-Neckar-Krimi in der Hand. Vor allem Mannheim und die Stadtreile Seckenheim, Feudenheim, Käfertal haben ihre Rollen. Die Quadrate und die Fressgasse sind ebenfalls dabei. Der Mannheimer Konditormeister Herrdegen hat der Autorin ein Bienenstich-Rezept für ihr Buch überlassen. Das Rezept finden Sie dort und im Anhang gibt es einige Honigrezepte. Geographische und kunsthistorische Exkurse führen den Leser nach Heidelberg und Schwetzingen. Das Buch macht neugierig auf die Region!

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 Mannheimer Morgen / Rhein-Neckar-Ausgabe 18. Juli 2009
Seckenheim: Brigitte Stolle veröffentlicht Kriminalroman im Imkermilieu

Brigitte Stolle: Bienenstich (Mannheimer Morgen 18. Juli 2009) von Ihnen.Wenn Bienen zu einer tödlichen Waffe werden Ein Bienenstich kann eine schmerzhafte Angelegenheit, verursacht durch fliegende Insekten sein oder ein süßes Stückchen aus Teig und Honig. Keines von beiden serviert Brigitte Stolle in ihrem bereits vierten Buch “Bienenstich”. Vielmehr schrieb die Hobby-Imkerin aus Seckenheim einen Kriminalroman im Bienenzüchtermilieu.

“Bienenstich” ist ein Rhein-Neckar-Krimi, der vor allem im Mannheimer Raum spielt, wobei kunsthistorische Exkurse, beispielsweise über Heidelberg oder Schwetzingen, neugierig auf die attraktive Region machen sollen. Die geborene Mannheimerin steht zu ihrer Heimatliebe und versucht diese nicht nur lokalen Lesern weiterzugeben. Als Leserin hätten Giftmorde sie schon immer fasziniert. Die Idee, jemanden mit Apitoxin, dem Gift der Honigbiene, literarisch ins Jenseits zu befördern, interessierte die Germanistikstudentin und Köchin seit jeher.

Das Buch beginnt am Abend des WM Finale 2006. Ein Mann wird aus seiner Wohnung gelockt und im Garten durch einen Bienenschwarm umgebracht. Drei Werke veröffentlichte Stolle seit 2004 bereits. Die Autorin arbeitet auch schon an weiteren Büchern. Mit ihrem sechsten Werk sucht die Seckenheimerin gerade nach einem Verlag. Ein siebtes Buch ist zudem schon in Arbeit.

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Bienenfachzeitschrift ADIZ / Der Imkerfreund
Ausgabe August 2009

Brigitte Stolle, Autorin des Imkerkrimis aus Mannheim mit dem Titel Bienenstich, ist selbst Imkerin. Ihre Kriminalhandlung führt in eine Familie, in deren Garten drei Bienenvölker stehen. So können Bienen und Honig in die Handlung mit eingebaut, auch Kunstwerke, die mit Bienen zu tun haben, vorgestellt werden. Liebe, Tod und Verwicklungen führen durch den Krimi, bis dann am Ende Rezepte stehen, für Honig-Dattel-Creme oder Bienenstich. Guten Appetit! gbr

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Mannheimer Morgen, 8. August 2009:
Menschen in Mannheim

Fasziniert von Giftmorden

Sie ist eine schreibende Imkerin – oder imkernde Schreiberin: “Bienenstich” lautet der Titel von Brigitte Stolles neuem Mannheim-Krimi um die sympathische Detektivin Karla Kunstwadl. Ihre unkonventionellen Ermittlungsmethoden führen den weiblichen Cop immer wieder an regionale Schauplätze wie die Quadrate, die Freßgass, nach Feudenheim, Käfertal, Seckenheim oder Heidelberg. Dabei spielen natürlich vor allem die fleißigen Tierchen mit dem kleinen Stachel eine zentrale Rolle: “Als Leserin haben mich Giftmorde schon immer fasziniert.” Und als Hobbyimkerin hat sie natürlich auch ein Faible für das nützliche Insekt: “Die Idee, jemanden mit Bienengift ins Jenseits zu befördern, war für mich ganz besonders reizvoll.” mai

MM_8.August 2009 von Ihnen.
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Mannheimer Morgen 23. Januar 2010
Ermittlungen am Tatort Kurpfalz

Regionalkrimi Kurpfalz Ermittlungen am Tatort Kurpfalz Brigitte Stolle Bienenstich
Regionalkrimi Kurpfalz Ermittlungen am Tatort Kurpfalz Brigitte Stolle BienenstichRegionalkrimi Kurpfalz Ermittlungen am Tatort Kurpfalz Brigitte Stolle Bienenstich

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 Paul Baldauf, Autor aus Speyer
(Speyer-Krimi “Kleriker im freien Fall“)

Schon in einer der Eingangsszene des Romans, in der ein leidenschaftlicher Imker in den Garten zum Gartenpavillon gelockt wird (wo er ein Schicksal erleiden wird, das hier nicht offenbart werden soll) zeigt die Mannheimer Autorin ihr Können:  Die Szene, in der eine unbekannte Person in weißer Imkerkluft auftaucht, die gestochen scharfe Beschreibung und Dramatik reichen, zumindest annähernd, an Passagen in Werken einer berühmten Krimischreiberin aus England heran. Durch den Kunstgriff der Gegenwartsform erhöht die Autorin die Spannung noch zusätzlich.

Auffallend ist neben dem unverwechselbar eigenen Stil, der oft treffenden Wortwahl (z. B. die „empörten Bienen“) die Beobachtungsgabe der Autorin, die dem Alltag oft komische Seiten abgewinnt und die wieder einmal ihren Sinn für Humor und trockenen Witz an den Tag legt. Die Vergleiche sind originell. So sieht sich z. B. die Detektivin nicht als „jagende Libelle“, die mit ihren geschickten Beinchen einen Fangkorb bildet … und ihrer Beute keine Chance zum Entrinnen lässt. Sie arbeitet vielmehr wie eine „Erdkröte“. Ergebnisse ihrer Ermittlungstätigkeit beschreibt sie als „so schwer zu verdauen wie ein verzwiebeltes Heringsbrötchen“.

Es wird offensichtlich, dass Brigitte Stolle genau hinschaut und viele Kenntnisse geschickt in den Roman einfließen lässt. So schildert sie z. B. den Imker auf überraschende Weise, aus Sicht der Bienen, als – Zitat – „räuberischen Honigbär“, der ihnen das Ergebnis ihrer Arbeit stehlen will. Ganz nebenbei liefert sie auch eine kleine Bienen- bzw. Honig-Kunde und mit kulinarischem Sinn (und im Krimi-Zusammenhang auf hintergründig-doppeldeutig treffende Weise) überdies noch ein Bienenstich-Kuchen-Rezept.

Gegen Ende hin lässt die Autorin den Spannungsbogen erneut ansteigen und es zeigt sich eine überraschende Wendung. Der Rezensent verrät nicht mehr, sondern schließt gereimt:

Du greifst partout zu Ingrid Noll ?
Lies doch mal Brigitte Stoll !
- Hier fehlt, wie ich soeben seh‘

am Ende noch das kleine e -
Den Lapsus man entschuld’gen wolle
Man merke sich: Brigitte Stolle.

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 Blog Propolis-Honig.de - Juni 2014

Brigitte Stolle ist Imkerin und sie schreibt Bücher. Bisher sind es vier Bücher, das aktuellste ist der Krimi „Bienenstich“ aus dem Imkermilieu. Ruth Auschra befragte sie für den Blog Propolis-Honig.de zu den Hintergründen.

Frau Stolle, sind Sie schreibende Imkerin oder imkernde Schriftstellerin?
Stolle: Schreiben tue ich eigentlich schon fast immer. Viele andere Dinge, die mir im Laufe meines Lebens begegnet sind, fließen manchmal mehr oder weniger gezielt in mein Schreiben mit ein. So war das zum Beispiel mit meiner Mini-Imkerei, die ich seit circa 10 Jahren mit viel Liebe betreibe. Als der „Bienenstich“ entstanden ist, war ich wohl gerade eine imkernde Schriftstellerin.

Haben alle Ihre Bücher etwas mit Honigbienen zu tun?
Stolle: Nein, der „Bienenstich“ ist das einzige Buch, das mit Honigbienen zu tun hat. „Die Köchin“, eine Groteske, hat mit dem Kochen und einem Blick hinter die Kulissen der Gastronomie zu tun. Bei dem Buch „Ameisentage“ handelt es sich um drei Kurzgeschichten mit völlig unterschiedlichen Sujets: mit kindlicher Grausamkeit, einem Viertelpfund Butter und dem Rückwärtslesen. Der Roman, der in Kürze erscheinen wird, thematisiert einen klassischen Schwesternkonflikt …

Sie beschreiben in Ihrem Krimi, wie ein Mann von Bienen angegriffen und zu Tode gestochen wird. Ist das für Sie als Imkerin ein realistisches Szenario?
Stolle: Als Imkerin ist es mir immer wichtig, den Leuten die Bienen näher zu bringen und ihnen die Angst vor ihnen zu nehmen. Bienen werden heute auf Sanftmütigkeit gezüchtet, Stiche kommen eher selten vor. Wenn man gestochen wird, dann hat man sich meist irgendwie falsch verhalten, zum Beispiel hektisch nach einer Biene geschlagen, die uns umbrummelt hat. Bienen stechen, um Honig und Königin vor Räubern und Angreifern zu schützen und um sich zu verteidigen. Es sind keine wildgewordenen aggressiven Monster, deren Angriffe man fürchten muss. Als Schriftstellerin jedoch, die einen Krimi mit dem Titel „Bienenstich“ schreibt, muss dieser Bienenstich natürlich absolut tödlich wirken, sonst wird irgendwie kein Krimi daraus. Das statistische Bundesamt spricht von 20 Todesfällen aufgrund von Bienen- und Wespenstichen im Jahr. Im Imkerkrimi „Bienenstich“ beschreibe ich einen anaphylaktischen Schock, der unmittelbar nach den Stichen einsetzt und zum Tode der betreffenden Person führt. Das ist also durchaus ein vorstellbares, wenn auch hoffentlich nicht allzu häufiges Szenario.

Sie haben auch ein Buch über Limericks geschrieben. Haben Sie ein Limerick für mich, in dem Bienen vorkommen?
Stolle: Mein Limerickbüchlein „66 kecke Köchinnen-Limericks“ ist seinerzeit im Zusammenhang mit der „Köchin“ entstanden. In einem relativ kurzen ‚Schaffensrausch’ von nur zwei Wochen entstanden damals 66 Verse und dazu 66 kleine Zeichnungen von Harold Eisele. Meine Limerick-Zeit ist vorbei, einen Limerick mit Bienen gibt es leider nicht und da ich Ihnen dieses Interviews vom sehr heißen Südfrankreich (Roussillon) aus gebe, möge man mir verzeihen: Wegen der lähmenden Temperaturen kann ich gerade keinen lockeren Limerick aus dem Ärmel schütteln (lacht).

Oder ein Lieblingsgericht mit Honig?
Ja, ein Honigrezept kann ich Ihnen liefern. Ich habe es erst vor wenigen Tagen hier in einem katalanischen Restaurant als Dessert gegessen: Auf einem rund ausgestochenen gerösteten Brot lag ein kleiner runder, sehr pikanter Ziegenkäse aus der Region, der großzügig mit hiesigem Rosmarinhonig überträufelt war, dann im Salamander bis kurz vor dem Verlaufen überbacken und mit frischem Pfeffer bestreut serviert wurde: superlecker!

Dann wünsche ich weiter einen schönen Urlaub und noch viele gute Bücher!

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Imker Biene Imkerei Honig Zeichnerin Anna-Maria Schwarz-Torinus Künstlerpostkarte Honigrezept Honignüsse Bienenküsse Bienenstich Imkerkrimi aus Mannheim Collage Brigitte Stolle 2016

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