Sonntag, 7. April 2013

Frühlingssymbol Weidenkätzchen

Die flaumigen Blüten der Weidenkätzchen locken im
Frühling mit ihrem Duft die fleißigen Honigbienen an:

Weidenkätzchen Biene Honigbiene Pollen Pollenhöschen
Die Weidenkätzchen

Kätzchen ihr der Weide, wie aus grauer Seide, wie aus grauem  Samt !
O ihr Silberkätzchen, sagt mir doch, ihr Schätzchen, sagt, woher  ihr stammt.

Wollen’s gern dir sagen: Wir sind ausgeschlagen aus dem  Weidenbaum,
haben winterüber drin geschlafen, Lieber, in tieftiefem  Traum.

In dem dürren Baume in tieftiefem Traume habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten war, ihr weichen, zarten, euer  Nachtquartier?

Musst dich recht besinnen: Was da träumte drinnen, waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide blühn von Samt und Seide hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken lagen wir im  schlanken grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister, die der  Weltbaumeister dort verweilen lässt.

Kätzchen ihr der Weide, wie aus  grauer Seide, wie aus grauem Samt !
O ihr Silberkätzchen, ja, nun weiß, ihr Schätzchen, ich, woher ihr stammt.

(Christian Morgenstern)

Weidenkätzchen Biene Honigbiene Pollen Pollenhöschen

Die Pollenhöschen sind mit gelben
Weidenblütenpollen prall gefüllt.

Foto (s): Brigitte Stolle

Fotografiert im Maudacher Bruch
in Ludwigshafen

Sonntag, 3. März 2013

Meine Bienen am 3. März 2013

Heute war hier - nach einer eisig kalten Nacht - der erste richtig schöne Sonnentag mit blauem Himmel und einer Stimmung, die auf einen baldigen Frühling hoffen lässt. Da Bienen erst bei Temperaturen von circa 12 Grad ihre Wohnung verlassen und kleine Ausflüge wagen, wollte ich heute zum ersten Mal in diesem Jahr nach ihnen sehen: Haben sie überhaupt den Winter überlebt, geht es ihnen gut ? Das ist nach so vielen kalten Monaten immer die bange Frage.

Bienentränke Tränke Wasser Frost eingefrorenBienentränke Tränke Wasser Frost eingefroren

Das Wasser der Tränke war noch leicht eingefroren und ich hatte gar nicht erwartet, meine Bienchen bereits fliegen zu sehen. Aber die Sonne hatte sie doch ins Freie herausgelockt und die Sammlerinnen trugen sogar gelbe Pollenhöschen und brummten und summten friedlich in der Sonne umher. Wer weiß, wo sie fündig geworden sind …

Mein Plan war, sie bei ihrem ersten Ausflug mit einer süßen Leckerei zu überraschen. Was würde sich dafür besser anbieten als ihr eigener Honig vom Vorjahr? In einem kleinen Plastikschälchen direkt vor die Haustür (also das Flugloch) gestellt, hat er durch seinen unwiderstehlichen Duft bald die ersten Feinschmeckerinnen angelockt und ich denke, dass nun, ein paar Stunden später, alles verputzt ist :-)

Erst eine, dann zwei …

Honig Biene Bienen Imker ImmenHonig Biene

… dann drei …

Biene Honig
Lasst es euch schmecken, Mädels !

Und SO ist der heutige Stand der Dinge bei
den  Apfelbäumen auf dem Bienengrundstück:

Apfel Apfelbaum Knospe
Foto (s): Brigitte Stolle

Samstag, 9. Februar 2013

Ziegenkäse-Dessert mit Lavendelhonig

Etwas Süßes zum Dessert - oder doch lieber Käse?

Heute konnte ich mich nicht entscheiden und habe eine Mischung aus Ziegenfrischkäse, Honig und Rosmarin gewählt.

Zwei Fotos von der leckeren Schleckerei - einmal VOR und einmal NACH dem Gratinieren im Backofen. Dazu knuspriges Bauernweißbrot:

Ziege Ziegenkäse Ziegenfrischkäse Dessert Käsedessert Honig Lavendelhong RosmarinZiege Ziegenkäse Ziegenfrischkäse Dessert Käsedessert Honig Lavendelhong Rosmarin
Foto (s): Brigitte Stolle

Dienstag, 22. Januar 2013

Neue Rezeptideen von der Imkerin: Honig und heimische Wildkräuter

Rote-Beete-Salat mit einem pikanten
Honig-Hirteltäschelsenf-Dressing:

Rezept Imkerin Honig Wiesenhonig Blütenhonig heimische Kräuter Wildkräuter wild kochen Natur
Gegrillter Honigfenchel-Salat
mit rosa Pampelmuse, Pistazien und heimischen Nüssen:

Rezept Imkerin Honig Wiesenhonig Blütenhonig heimische Kräuter Wildkräuter wild kochen Natur
Fruchtig-süßer Brotaufstrich aus Butter,
Himbeerpürée und Streuobstwiesenhonig:

Rezept Imkerin Honig Wiesenhonig Blütenhonig heimische Kräuter Wildkräuter wild kochen Natur
Mit Honig karamelisierte
Wildkräuter-Kartoffeln:

Rezept Imkerin Honig Wiesenhonig Blütenhonig heimische Kräuter Wildkräuter wild kochen Natur
Foto (s): Brigitte Stolle

Wespen als Honigräuber

Wespenbesuch auf Honigbienenwaben

Foto (s): Brigitte Stolle

Mittwoch, 2. Januar 2013

Die Biene - eine Rechenkünstlerin ?

Die Biene – ein Mathematik-Genie ?

Bienen, genauer: die spezialisierten Baubienen im Bienenvolk, bauen exakt, präzise und effektiv. Die Wabenhexagone (= Sechsecke) aus dem Wachs, das die Bienen in den Wachsdrüsen ihres Hinterleibes selbst produzieren und die zuerst noch ganz weiß sind und erst im Laufe der Zeit honiggelb werden, sind so genial und scheinbar mathematisch durchdacht hergestellt, dass mit dem geringsten Einsatz von Baumaterial der vorhandene Platz bestmöglichst ausgenutzt wird. Die kleinen Architektinnen lösen somit das Problem der minimalen Oberfläche und der lückenlosen Raumfüllung mit Bravour.

Diese geometrische Ideallösung hat den Bienen den Ruf von Rechenkünstlerinnen eingebracht.

Der griechische Mathematiker Pappos von Alexandria, der um 300 nach unserer Zeitrechnung lebte, traute ihnen gar ein gewisses geometrisches Planen und rechnerische Überlegungen zu:

“Da es nur 3 Figuren gibt, die ohne Weiteres den Raum um einen Punkt herum ausfüllen, nämlich das Dreieck, das Quadrat und das Sechseck, haben die Bienen sehr weise für ihren Bau diejenige mit der größten Winkelzahl gewählt, da sie tatsächlich vermuteten, dass sie mehr Honig aufnehmen könnte als die anderen beiden.“

Ganz frisches, noch weißes Bienenwachs, das bereits die Sechseckform angenommen hat:

 Ausgeschleuderte Honigwaben - trotz Strukturzerstörung sind die Hexagone noch gut erkennbar:

Foto (s): Brigitte Stolle

Heute weiß man, dass es der Wabenbaustoff Wachs ist, der automatisch die perfekte Sechseckform herbeiführt. Denn in Wahrheit bauen die Bienen keine Hexagone, sondern legen runde Hohlzylinder an. Durch Erwärmung beginnt das Wachs zu fließen und weich zu werden, stößt an die Nachbarzellen an und findet dadurch ganz von selbst in die Hexagon-Form. So entsteht das typische Sechseckmuster, wie wir es von den Bienenwaben kennen.

© Brigitte Stolle, 2012

Weitere Hexagone in der Natur:

 1. Ananas

(Fotografiert im botanischen Garten in Heidelberg)

 

 2. Panzer der indischen Strahlenschildkröte

(Fotografiert im Reptilium Landau/Pfalz)

 

Foto (s): Brigitte Stolle

Sonntag, 16. Dezember 2012

Bratapfel-Mousse mit Marzipan

 Generalprobe fürs Weihnachtsdessert 2012 !

Bratapfel-Mousse
mit Marzipan und Orangen

bratapfelmousse.jpg

Zum Vergrößern bitte aufs Bild klicken !

500 Gramm Äpfel schälen und in Würfel schneiden. Mit etwas Butter in einer Pfanne dünsten, 2 Esslöffel flüssigen Honig dazugeben sowie 100 Gramm feingewürfeltes Marzipan und Weihnachtsgewürze nach Wunsch (Zimt, Kardamom, Sternanis …, ganz oder 1 Teelöffel Pulver). Alles in einem Topf oder einer Pfanne mit Deckel in circa 10 Minuten weich dünsten und anschließend mit dem Zauberstab pürieren (ganze Gewürze vorher entfernen).

Zwischenzeitlich Orangen auspressen für 100 ml Saft. Den Saft erhitzen und 1 Teelöffel Agar-Agar darin gut auflösen. Ein wenig abkühlen lassen und einen Becher Naturjoghurt unterrühren. Diese Masse wird mit den pürierten Äpfeln vermischt.

Jetzt wird noch 1 Becher Schlagsahne steifgeschlagen und unter die Bratapfel-Mousse gehoben. Die fertige Mousse in Gläsern oder Schälchen anrichten und 1 bis 2 Stunden kühl stellen.

Anschließend nach Wunsch garnieren und dekorieren mit Kakaopulver, Pistazien, einem Gebäckstückchen oder einer Praline …