Montag, 15. April 2013

Mittelwände einlöten für den Honigraum

Mittelwände einlöten: Eine imkerliche Frühjahrsarbeit
– aufgrund der Witterung in diesem Jahr etwas später als sonst.

Für den Honigraum, den meine Bienen jetzt hoffentlich bald
mit leckerem Honig füllen werden, müssen diese 10 Mittelwände … 


… in diese 10 gedrahteten Holzrähmchen eingelötet werden:


Eigentlich produzieren Honigbienen ihre Wachswaben ja selber. Mit den fertigen Wachsplatten gibt man ihnen aber schon mal einen kleinen Anfang vor und kann ihnen ein wenig Energieaufwand ersparen. Jetzt wo es überall blüht, haben sie schließlich Arbeit genug. Außerdem ist mit den vorgefertigen Platten die Wabengröße schon in etwa vorgegeben, so dass es zu weniger Drohnenbau kommt.

 
Man benötigt einen Einlöt-Trafo, mit dem man die Drähte erhitzt, so dass die Wachsplatten, die man vorher ordentlich auf das Holzrähmchen gelegt hat, leicht schmelzen. Im Idealfall verlaufen die Drähte anschließend genau in der Mitte durch die wieder fest gewordene Wachsschicht der Mittelwände und das Ganze hat einen soliden Halt.


Wichtig ist hierfür ein gut gespannter Draht, damit das Wachs gleichmäßig schmelzen kann. Hängt der Draht durch, erhält man ein schlechtes Ergebnis. Zum Nachspannen gibt es ein spezielles Handwerkszeug. Außerdem sollten die Wachsmittelwände nicht zu kalt gelagert sein, sondern mindestens Raumtemperatur haben. Die Wachsplatten müssen ordentlich auf den Rähmchen positioniert werden und zwar möglichst so, dass sie unten fast aufliegen, da die Bienen gerade hier gerne unerwünschte Königinnenzellen anlegen. Ganz fest sollten sie allerdings auch nicht aufliegen, sonst könnte das Ganze bei Temperaturschwankungen brechen. Circa 1 Millimeter Abstand ist empfehlenswert.

 
Die Kontakte werden an den entsprechenden Löchern an den Draht gehalten und schon nach Sekundenbruchteilen schimmert der Draht durch das Wachs und wird darin festgehalten. Jetzt schnell den Kontakt unterbrechen, sonst bricht die Platte in Stücken nach unten durch :-(

Übung macht die Imkerin !


Nach jahrelangem Üben schaffe ich 10 Rähmchen ganz gemütlich
in 15 Minuten, ohne dass es in Akkordarbeit ausartet.

Und morgen bekommen meine Bienen als drittes Stockwerk den Honigraum mit den 10 frischen leeren Rähmchen aufgesetzt und können mit dem weiteren Wachsausbau und anschließend mit der Honigeinlagerung loslegen !

Foto (s): Brigitte Stolle