Samstag, 12. März 2016

Rhein-Neckar-Zeitung: 12 Geschichten in 12 Nächten

Vor einiger Zeit war eine sehr nette Journalistin der Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg mit dem hübschen, mir bis dato unbekannten Vornamen NICOLINE bei mir zu Hause, um mit mir über mein aktuelles Buch “Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten” zu plaudern. Ich durfte sogar ein Foto von ihr machen:

Vor einiger Zeit war eine sehr nette Journalistin der Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg mit dem hübschen, mir bis dato unbekannten Vornamen NICOLINE bei mir zu Hause, um mit mir über mein aktuelles Buch "Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten" zu plaudern. Ich durfte sogar ein Foto von ihr machen. Foto Brigitte Stolle 2016Und das ist der Artikel von Frau Nicoline Pilz, der heute, am 12. März 2016 in der Rhein-Neckar-Zeitung zu “Brunhilde, Barbara und ich” erschienen ist:

Artikel zu Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten von Brigitte Stolle in der Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg_Nicoline Pilz
Zwölf Geschichten in zwölf Nächten

„Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten“: Brigitte Stolles Kindheitserinnerungen an Edingen-Neckarhausen

 von Nicoline Pilz

Edingen-Neckarhausen. Hölle und Verdammnis: Brunhilde, Barbara und Brigitte hatten in der St. Bruder Klaus Kirche das „Ewige Licht“ ausgepustet. Unabsichtlich zwar, aber es war eben aus. Ungeheuerlich, denn im Religionsunterricht hatten die Mädchen gelernt, dass dieses ewige Licht niemals erlischt. Und dann passierte es eben doch, als das Trio im sehr langen Warten auf den Beichtvater zunächst in frommer Andacht das warme Licht bestaunte, und Brigitte angesichts der vom roten Glas erleuchteten Köpfe doch einen Lachanfall bekam. „Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten“ ist eine von zwölf Geschichten, mit denen Autorin Brigitte Stolle ihre Kinder- und Jugendzeit in Edingen-Neckarhausen „zwischen Kindergarten, Kiesloch und Kirche“ aufleben lässt.

Kurz vor ihrem Geburtstag am 4. März erschien das Büchlein der 1959 geborenen Autorin, die seit fünfzehn Jahren in Mannheim-Seckenheim lebt. Aufgewachsen ist Brigitte Stolle bei den Großeltern in Neckarhausen, weil die Eltern beruflich bedingt nur am Wochenende Zeit für ihre Tochter hatten. Als die Kleine sechs Jahre alt war, kam der Bruder auf die Welt: „Wir zogen dann mit den Eltern nach Edingen, zuerst in die Albert-Schweitzer-Straße, dann in die Wichernstraße.“

Die Jahre bei den Großeltern seien schön gewesen: Mit dem Großvater, einem leidenschaftlichen Sammler all dessen, was man noch irgendwie weiterverwerten oder reparieren konnte, suchte sie im zur Abfalldeponie verkommenen Kiesloch in Neckarhausen nach verborgenen Schätzen im Müll. Zum Leidwesen von Großmutter und Mutter, die diese Vorliebe nicht teilen mochten. Während der schüchternen Brigitte Theaterauftritte mit der Kindergartengruppe oder das Aufsagen von Gedichten zu hohen Festen ein Graus waren, lag ihr das Schreiben schon deutlich mehr. Brigitte Stolle studierte sechs Semester Germanistik und Linguistik in Mannheim, lernte Industriekauffrau und Köchin.

Diese spannende Gemengelage an Wissen und Berufserfahrung merkt man ihren Büchern, das sechste ist in Arbeit, durchaus an: Humorvoll packt sie ihre klugen Geschichten sorgfältig in eine Sprache, die Freude beim Lesen macht. Nach dem Werk „Die Köchin“, eine Groteske, die 2003 erschien, folgten zunächst die experimentell angelegten „Ameisentage“ in Form von „drei unordentlichen Erzählungen“. Nach dem Büchlein „66 kecke Köchinnen-Limericks“ war der „Bienenstich“ an der Reihe; eine Mischung aus Krimi und Psychodrama mit regionalem Bezug. Ihr bis dato erfolgreichstes Buch, das ihre Begeisterung für die Imkerei widerspiegelt. Bis vor ein paar Jahren hegte Brigitte Stolle ihre Bienenkörbe „Am Aserdamm“ in Neckarhausen mit großer Leidenschaft, nachdem ihr Imker-Kollege Dietz Wacker aus Edingen anfangs gerne Tipps gegeben hatte.

Während sie am fünften Werk tüftelte, wurde die Verwaltungsangestellte schwer krank und ihr Körper verlangte nach Ruhe. Das in Arbeit befindliche Buch musste warten, wird jetzt aber demnächst beendet. Ihre Kindheitserinnerungen, die sie stattdessen in schlaflosen Nächten zu Papier brachte, sieht sie nicht als Therapie an: „Es war aber gut für mein Selbstbewusstsein, denn es war ein tolles Gefühl zu merken, es geht mit kurzen Sätzen und insgesamt mit dem Schreiben wieder aufwärts“, erzählt Brigitte Stolle im Gespräch mit der RNZ.

Zwölf Geschichten schrieb sie in zwölf Nächten, kochte sich Tee und setzte sich ans Laptop. Morgens beim Frühstück bekam sie ihr Mann Harold Eisele zu lesen. Der Grafikdesigner und Mediengestalter ist auch derjenige, der ihre Werke teils bebildert.

In ihren chronologisch gehaltenen Kindheitserinnerungen beschreibt Brigitte Stolle Jahre, in denen es nicht viel andere Möglichkeiten gab, als in die Kirche und in Jugendgruppen zu gehen, als im Kindergarten noch Nonnen arbeiteten und das Kiesloch eben der spannendste Ort für Sachensucher war. Und sie mit ihren Freundinnen Barbara und Brunhilde, von denen sie immerhin Barbara wieder ausfindig machen konnte, in bewundernswerter Geduld auf den immer verspätet zur Beichtstunde erscheinenden Pfarrer wartete.

Eine kleine Anekdote schrieb das Leben erst kürzlich: Bei der Jubiläumsaustellung der IG Museum entdeckte sie auf einem der Fotos Schwester Maria-Lena, ihre Kindergärtnerin aus frühen Tagen. „Das war eine tolle Ausstellung. Gut gemacht und gut ausgedacht“, lobt Brigitte Stolle im Nachklapp zum jüngst beendeten „Ortsalphabet“.

Brigitte Stolles Kindheitserinnerungen unter dem Titel „Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten“, gibt’s als Taschenbuch (7,99 Euro), Hardcover und E-Book.

Zwölf Geschichten in zwölf Nächten   „Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten“: Brigitte Stolles Kindheitserinnerungen an Edingen-Neckarhausen   von Nicoline Pilz  Edingen-Neckarhausen. Hölle und Verdammnis: Brunhilde, Barbara und Brigitte hatten in der St. Bruder Klaus Kirche das „Ewige Licht“ ausgepustet. Unabsichtlich zwar, aber es war eben aus. Ungeheuerlich, denn im Religionsunterricht hatten die Mädchen gelernt, dass dieses ewige Licht niemals erlischt. Und dann passierte es eben doch, als das Trio im sehr langen Warten auf den Beichtvater zunächst in frommer Andacht das warme Licht bestaunte, und Brigitte angesichts der vom roten Glas erleuchteten Köpfe doch einen Lachanfall bekam. „Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten“ ist eine von zwölf Geschichten, mit denen Autorin Brigitte Stolle ihre Kinder- und Jugendzeit in Edingen-Neckarhausen „zwischen Kindergarten, Kiesloch und Kirche“ aufleben lässt.  Kurz vor ihrem Geburtstag am 4. März erschien das Büchlein der 1959 geborenen Autorin, die seit fünfzehn Jahren in Mannheim-Seckenheim lebt. Aufgewachsen ist Brigitte Stolle bei den Großeltern in Neckarhausen, weil die Eltern beruflich bedingt nur am Wochenende Zeit für ihre Tochter hatten. Als die Kleine sechs Jahre alt war, kam der Bruder auf die Welt: „Wir zogen dann mit den Eltern nach Edingen, zuerst in die Albert-Schweitzer-Straße, dann in die Wichernstraße.“  Die Jahre bei den Großeltern seien schön gewesen: Mit dem Großvater, einem leidenschaftlichen Sammler all dessen, was man noch irgendwie weiterverwerten oder reparieren konnte, suchte sie im zur Abfalldeponie verkommenen Kiesloch in Neckarhausen nach verborgenen Schätzen im Müll. Zum Leidwesen von Großmutter und Mutter, die diese Vorliebe nicht teilen mochten. Während der schüchternen Brigitte Theaterauftritte mit der Kindergartengruppe oder das Aufsagen von Gedichten zu hohen Festen ein Graus waren, lag ihr das Schreiben schon deutlich mehr. Brigitte Stolle studierte sechs Semester Germanistik und Linguistik in Mannheim, lernte Industriekauffrau und Köchin.  Diese spannende Gemengelage an Wissen und Berufserfahrung merkt man ihren Büchern, das sechste ist in Arbeit, durchaus an: Humorvoll packt sie ihre klugen Geschichten sorgfältig in eine Sprache, die Freude beim Lesen macht. Nach dem Werk „Die Köchin“, eine Groteske, die 2003 erschien, folgten zunächst die experimentell angelegten „Ameisentage“ in Form von „drei unordentlichen Erzählungen“. Nach dem Büchlein „66 kecke Köchinnen-Limericks“ war der „Bienenstich“ an der Reihe; eine Mischung aus Krimi und Psychodrama mit regionalem Bezug. Ihr bis dato erfolgreichstes Buch, das ihre Begeisterung für die Imkerei widerspiegelt. Bis vor ein paar Jahren hegte Brigitte Stolle ihre Bienenkörbe „Am Aserdamm“ in Neckarhausen mit großer Leidenschaft, nachdem ihr Imker-Kollege Dietz Wacker aus Edingen anfangs gerne Tipps gegeben hatte.  Während sie am fünften Werk tüftelte, wurde die Verwaltungsangestellte schwer krank und ihr Körper verlangte nach Ruhe. Das in Arbeit befindliche Buch musste warten, wird jetzt aber demnächst beendet. Ihre Kindheitserinnerungen, die sie stattdessen in schlaflosen Nächten zu Papier brachte, sieht sie nicht als Therapie an: „Es war aber gut für mein Selbstbewusstsein, denn es war ein tolles Gefühl zu merken, es geht mit kurzen Sätzen insgesamt mit dem Schreiben wieder aufwärts“, erzählt Brigitte Stolle im Gespräch mit der RNZ.  Zwölf Geschichten schrieb sie in zwölf Nächten, kochte sich Tee und setzte sich ans Laptop. Morgens beim Frühstück bekam sie ihr Mann Harold Eisele zu lesen. Der Grafikdesigner und Mediengestalter ist auch derjenige, der ihre Werke teils bebildert.  In ihren chronologisch gehaltenen Kindheitserinnerungen beschreibt Brigitte Stolle Jahre, in denen es nicht viel andere Möglichkeiten gab, als in die Kirche und in Jugendgruppen zu gehen, als im Kindergarten noch Nonnen arbeiteten und das Kiesloch eben der spannendste Ort für Sachensucher war. Und sie mit ihren Freundinnen Barbara und Brunhilde, von denen sie immerhin Barbara wieder ausfindig machen konnte, in bewundernswerter Geduld auf den immer verspätet zur Beichtstunde erscheinenden Pfarrer wartete.  Eine kleine Anekdote schrieb das Leben erst kürzlich: Bei der Jubiläumsaustellung der IG Museum entdeckte sie auf einem der Fotos Schwester Maria-Lena, ihre Kindergärtnerin aus frühen Tagen. „Das war eine tolle Ausstellung. Gut gemacht und gut ausgedacht“, lobt Brigitte Stolle im Nachklapp zum jüngst beendeten „Ortsalphabet“.  Brigitte Stolles Kindheitserinnerungen unter dem Titel „Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten“, gibt’s als Taschenbuch (7,99 Euro), Hardcover und E-Book.Ich bedanke mich bei der Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg
und besonders bei Frau Nicoline Pilz für diesen schönen Artikel.

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