Mittwoch, 5. Oktober 2016

“Zwei Werke, die unterschiedlicher nicht sein könnten …”

Buchbesprechung in den BGNews-intern, Ausgabe 23, Oktober 2016
Sandra Pfisterer über “Brunhilde, Barbara und ich” und “Glückprinz

(Zwei in Stil und Genre so unterschiedliche Bücher in einem einzigen Artikel zu vereinen und dabei auch noch so etwas wie einen roten Faden erkennen zu lassen, ist kein leichtes Unterfangen. Ich finde, Frau Pfisterer hat diese knifflige Herausforderung mit Bravour bewältigt. Ich bedanke mich sehr herzlich für die kollegiale Buchbesprechung!)

BGNews-intern_Buchbesprechung von Sandra Pfisterer_Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten"_"Glücksprinz - Mannheimer Krimistück in 8 Tagen“Erinnern Sie sich noch? Da gabs mal ein paar von der BGNews-intern vorgestellte Bücher mit dem Titel “Die Köchin” oder auch die “Ameisentage”, “Bienenstich” und Limericks. Sagt Ihnen nichts mehr? Naja, kein Problem, dann will ich Ihnen auf die Sprünge helfen. Eine Kollegin der Hauptverwaltung, Brigitte Stolle, hat schon seit längerem eine kreative Feder und bringt immer wieder ihre Ideen zu Buche. Mit gleich zwei Werken, die unterschiedlicher nicht sein könnten, überrascht sie dieses Mal ihre Leserschaft.

Als Brunhilde, Barbara und ich das Ewige Licht auspusteten” ist ein sehr persönliches Buch mit 12 Anekdoten aus dem Leben der Schriftstellerin, ein liebevoller Bericht von Kindheitserinnerungen an eine Zeit, in der die Kirche eine maßgebliche Rolle in ihrem Leben spielte und die 60er und 70er Jahre in Edingen-Neckarhausen noch so ganz anders waren. Mit ganz viel Humor, Charme und sehr persönlichen Erzählungen gelingt es Frau Stolle, eine Zeit zu beschreiben, die so manchen eigene Erfahrungen wiederentdecken lassen und der jüngeren Generation zeigen, dass die Uhren damals einfach anders getickt haben als heute.

So anders dagegen ihr Werk “Glücksprinz“, ein lokales Fast-Theaterstück aus der heutigen Zeit. Ein Krimi? Ein Psychodrama? Auf jeden Fall ein Werk, das so gar nichts Nostalgisches oder viel zum Schwelgen hat. Die bitterböse Geschichte, eingepackt in ein rosa, harmlos wirkendes Cover, erzählt die Geschichte von zwei ungleichen Schwestern, die versuchen, ihr Lebensglück auf verschiedenste Weise zu finden: Die eine in ihrer Rolle als erfolgreiche Businessfrau und Ehegattin, die andere in ihrer verschrobenen Gedankenwelt und ihrem Weg ins “kleinkriminelle Milieu” der Quadratestadt. Trotz des traurigen Schicksals der Jüngeren gelingt es Frau Stolle, mit einer gehörigen Prise Komik in einem fast nachvollziehbaren Psychodrama dem Leser nicht nur für die Katze Mitgefühl abzugewinnen.

Unterschiedlicher könnten ihre Werke nicht sein, daher sind wir gespannt, was als nächstes aus dem kreativen Repertoire unserer Kollegin hervorgeht.

Frau Stolle ist derzeit aufgrund einer Erkrankung nicht in der BG. Wir wünschen ihr auf diesem Wege weiterhin kreative Schreibideen, viel Kraft und alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit.” (Sandra Pfisterer, Redaktion)

(Unter dem Menüpunkt “Meine Bücher” können sämtliche Besprechungen und Kritiken (Lob und Tadel) nachgelesen werden.)

Kommentar hinzufügen

Die Felder Name und Kommentar sind Pflichtfelder.