Samstag, 21. Januar 2017

Hirse … im Land der faulen Affen

Hirse, ein wichtiges Grundnahrungsmittel der Menschheitsgeschichte und eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Archäologischen Funden zufolge wurde sie bereits in der Jungsteinzeit angebaut. In Hans Sachsens fiktivem „Land der faulen Affen“ oder „Schlauraffenlandt“ (von mittelhochdeutsch sluraff = Faulenzer) muss man sich durch einen dicken Berg von „Hirßbrei“ essen. Unten ein Ausschnitt aus der mittelhochdeutschen Originalfassung.

Bei uns gab es dieser Tage mit einer bunten Hirsemasse (Kräuter, Knoblauch, Erbsen, Tomatenwürfelchen) gefüllte rote Paprikaschoten, die mit Schafskäse überbacken wurden.

 Rote Paprikaschoten mit Hirse gefüllt und mit Schafskäse überbacken ... Hans Sachs "Schlarafffenland" ... Foto: Brigitte Stolle, Mannheim 2017
Das Schlauraffen Landt

 Ain gegent haist Schlauraffen land,
Den faulen leuten wol bekannt,
Das ligt drey meyl hinder Weyhnachten.
Und welcher darein wölle trachten,
Der muß sich grosser ding vermessn
Und durch ein Berg mit Hirßbrey essn,
Der ist wol dreyer Meylen dick …

Rote Paprikaschoten mit Hirse gefüllt und mit Schafskäse überbacken ... Hans Sachs "Schlarafffenland" ... Foto: Brigitte Stolle, Mannheim 2017
Foto (s): Brigitte Stolle

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