Donnerstag, 7. Dezember 2017

Der Kühbrunnen im Dossenwald

Dezember-Spaziergang im Unteren Dossenwald in Mannheim. Hier befindet sich der so genannte Kühbrunnen, dessen Ursprünge weit zurückreichen.

Unterer Dossenwald Mannheim ... Kühbrunnen, Kühbrunnen ... Brigitte Stolle, Mannheim 2017Was steht auf der Informationstafel zu lesen? - “Kühbrunnen, auch Viehbrunnen, Ziehbrunnen und Hirtenbrunnen genannt. 1682 wollten sich Glaubensflüchtlinge, Bauern und Handwerker aus der Gegend von Sedan am Hirtenbrunnen südöstlich von Seckenheim niederlassen. Diese Hugenotten, auch Refugies oder Welsche genannt, schlugen die schönsten Eichen, bauten hier Holzhütten, machten Land urbar und stritten mit den Seckenheimern um das Gelände und deren Viehbrunnen. König Karl ließ den Flüchtlingen ödes Land zwischen Seckenheim und Edingen zuweisen. Es lag ostwärts des Siegeskreuzes der Schlacht von Seckenheim. So entstand Friedrichsfeld. In der Schlacht von Seckenheim schlug Kurfürst Friedrich von der Pfalz 1462 siegreich Graf Ulrich von Württemberg, Markgraf Karl von Baden und Bischof Georg von Metz. Auch deren Soldaten lagerten schon am Kühbrunnen. Der Brunnen geht wahrscheinlich auf die Römer zurück und ist vergleichbar mit dem Römerbrunnen in Suebenheim. Beide lagen zwischen den römischen Lagern Altaripa (Altrip) und Lopodunum (Ladenburg). Der obere Teil des Kühbrunnens war bis zum Erdboden zerstört. Er wurde 1968 vom Rheinauer Bürger Otto Schlang wieder aufgebaut.”

Unterer Dossenwald Mannheim ... Kühbrunnen, Kühbrunnen ... Brigitte Stolle, Mannheim 2017

Unterer Dossenwald Mannheim ... Kühbrunnen, Kühbrunnen ... Brigitte Stolle, Mannheim 2017
Foto (s): Brigitte Stolle