Dienstag, 23. Januar 2018

Grüezi, Müesli

Wir essen gerne Müesli - mit viel Gluscht. Am liebsten auf Bircher-Benner-Art. Es kommen Getreideflocken hinein, Rosinen und Nüsse, statt der Milch wurde hier jedoch frisch gepresster Orangensaft verarbeitet. Ja, und natürlich der geriebene Apfel, für mich am liebsten die Sorte Braeburn: süß-säuerlich, leicht herb und saftig.

Grüezi, Müesli --- Müsli oder Müesli nach Bircher-Benner-Art --- Getreideflocken, Rosinen, Nüsse, geriebene Äpfel, Milch bzw. frisch gepresster Obstsaft ... zum Frühstück oder Nachmittagskaffee ... Foto: Brigitte StolleDie Schweizer Buchautorin und Fernsehmoderatorin Kathrin Rüegg (1930 – 2011) wunderte sich in einem ihrer Bücher, dass die Deutschen zum Frühstück Mäuschen äßen: mus = Maus / müsli = Mäuschen. Die leckere Zubereitung aus Getreideflocken, Nüssen, frischen Früchten, Milch oder Saft wird in der Schweiz jedoch Müesli geschrieben und ist der Diminutiv (Verkleinerungsform) dieses gesunden Getreide-Muses. Der Duden bietet sowohl Müsli als auch Müesli als regelkonform an. Nach der Lektüre von Rüeggs Büchern bevorzuge ich die Schreibweise und Aussprache Müesli. Das kostet mich nichts, die Schweizer freuen sich und es kommt gar nicht erst zu merkwürdigen Missverständnissen. Ich erinnere mich noch gut, wie der Verleger meines Buches “Die Köchin” seinerzeit Korrektur gelesen hat und mein Müesli in ein Mäuschen verwandeln wollte. Zum Glück war er nett und hat meine Argumentation nach ein paar erklärenden Mails gelten lassen.

In der Schweiz isst man ein Müesli nicht unbedingt nur zum Frühstück, man nimmt es auch gerne am Nachmittag zu einer Tasse Milchkaffee. En Guete.

Grüezi, Müesli --- Müsli oder Müesli nach Bircher-Benner-Art --- Getreideflocken, Rosinen, Nüsse, geriebene Äpfel, Milch bzw. frisch gepresster Obstsaft ... zum Frühstück oder Nachmittagskaffee ... Fot
Foto (s): Brigitte Stolle

  1. Margit

    Dienstag, Januar 23, 2018 - 12:36:18

    ach ja;die Bücher von Kathrin Rüegg;die mag ich auch bei mir besonders beliebt ist das Buch was die Grossmutter noch wusste.Auch die Fernsehsendungen mit ihr und dem Werner O.Feißt habe ich mir gerne angeschaut

  2. Brigitte

    Dienstag, Januar 23, 2018 - 17:01:55

    Neben den Kochbüchern, Tipps und Tricks, ist es auch sehr interessant zu lesen, wie Kathrin Rüegg ihrer erfolgreichen Karriere als Geschäftsfrau und Innenarchitektin in Basel den Rücken gekehrt hat und ausgestiegen ist, zwischendurch ihr ganzes Geld verlor und sich vom Verkauf ihrer Marmelade, ihrer kandierten Feigen, später auch ihrer Bücher usw. über Wasser hielt. Das Fernsehen mit Werner O. Feißt und die “Großmutter”-Sendungen kamen erst lange danach. Werner O. hatte eines ihrer Bücher gelesen und sie fürs Fernsehen entdeckt. Eine ganze Buchreihe von “Kleine Welt im Tessin” bis “Mit herzlichen Tessiner Grüßen” (10 oder mehr Bücher) hat sie auf unterhaltsame Weise geschrieben; sie liegen alle bei mir im Keller. Der kleine Eintrag hat mir Lust gemacht, sie hochzuholen und mal wieder mal zu lesen :-)

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