Dienstag, 12. Februar 2019

Bewohner eines westafrikanischen Landes?

Kameruner - so nennt unser Lieblingsbäcker das abgebildete krapfenartige, zu Schlaufen gedrehte Gebäck. Noch nie gehört. Wikipedia gibt Auskunft: “… ein in Nordostdeutschland verbreitetes Gebäck, siehe Krapfen (Hefeteig)#Varianten”. Und unter dem Stichwort “Krapfen” findet man viele Bezeichnungen für die in heißem Fett ausgebackenen Teilchen. Verschiedene deutsche Regionen - verschiedene Namen: Krapfen, Faschingskrapfen, Kräppel, Krebelcher, Berliner Pfannkuchen, Schürzkuchen, Förtchen, Prilleken, Ausgezogene, Knieküchle, Bauernkrapfen - oder eben Kameruner. Wie diese nordostdeutsche Bezeichnung ihren Weg nach Baden-Württemberg und ausgerechnet zu einem Neckarhäuser Bäcker gefunden hat, bleibt sein Geheimnis. Hauptsache, die Kameruner schmecken gut.

Krapfengebäck "Kameruner" ... Fettgebäck, Schmalzgebäck ... Bäcker Neckarhausen ... Foto: Brigitte Stolle
Foto (s): Brigitte Stolle

  1. Tanja

    Mittwoch, Februar 13, 2019 - 10:42:48

    Da musste ich auch mal im Internet nachlesen. Das Schmalzgebäck wurde in wilhelminischer Zeit entwickelt, um die Soldaten in der damaligen Kolonie Deutsch-Kamerun bei Laune zu halten. Interessant! Da ich gerade ein schwäbisches Backbuch aus dem Silberburg Verlag gelesen habe: Nonnenfürzle - auch ein frittiertes Gebäck, jedoch aus Brandteig. Im Ofen gebacken als Windbeutel bezeichnet. Auch die Franzosen haben beide Gebäckarten: Choux und Pets de Nonne.

  2. Brigitte

    Mittwoch, Februar 13, 2019 - 16:27:21

    Danke für die Recherche. Das ist ja wirklich interessant mit der Kolonie Deutsch-Kamerun!

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