Freitag, 19. April 2019

Grünes Bärlauch-Omelett am Gründonnerstag

Bei uns in der Region isst man am Gründonnerstag gerne etwas Grünes. Die Sprachforscher sind sich allerdings nicht einig, was das “Grün” in “Gründonnerstag” bedeutet. Ist dabei die liturgische Farbe GRÜN gemeint? Kommt es von mittelhochdeutsch “grînen” (weinen, jammern) der Büßer am Gründonnerstag? Ist es eine Übersetzung des lateinischen “dies viridium” = Tag des Grünen? Dass der Gründonnertag mit grünen Kräutern und Gemüsen zu tun hat, wird von der Wissenschaft eher in die Ecke “falsche Volksdeutung” gestellt. Der eine sagt dies, der andere das. Trotzdem ist es eine nette Tradition, an diesem Tag etwas Grünes auf den Teller zu bringen. Bei uns war es Bärlauch-Omelett mit Mangoldgemüse. Meine Fotos entstanden auf dem Balkon zwischen Abendsonne und zunehmendem Schatten.

Grün essen am Gründonnerstag ... Bärlauch-Omelett mit Mangoldgemüse ... Foto: Brigitte Stolle, 2019

Grün essen am Gründonnerstag ... Bärlauch-Omelett mit Mangoldgemüse ... Foto: Brigitte Stolle, 2019

Grün essen am Gründonnerstag ... Bärlauch-Omelett mit Mangoldgemüse ... Foto: Brigitte Stolle, 2019
Fotos: Brigitte Stolle

  1. Tanja

    Freitag, April 19, 2019 - 21:40:24

    Mein Mann hat gestern im Radio gehört, dass der Gründonnerstag von “greinen” (weinerlich klagen, jammern) seinen Namen haben soll, da Jesus an diesem Tag sein letztes Mahl zu sich nahm und wusste, was auf ihn zukommen würde. Erscheint auch logischer als die grünen Mahlzeiten. Tatsächlich haben wir gestern ein Risotto mit Grünspargel und Bärlauch gegessen.

  2. Brigitte

    Samstag, April 20, 2019 - 07:20:28

    Das “grînen” hatte ich ja auch mit aufgenommen und es ist die häufigste und vielleicht wahrscheinlicheste Erklärung der Sprachforscher. Da es sich nicht um eine exakte Wissenschaft handelt, kommen jedoch auch noch andere Erklärungsversuche hinzu - bis hin zur Volksetymologie.

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