Sonntag, 26. Mai 2019

Alpenkühe mit Kuhglocke in Ladenburg

Schottische Hochlandrinder sieht man zurzeit allerorten. Diese kleine Herde in Ladenburg gegenüber des Hotels Leonardo besteht allerdings aus Tieren, wie man sie aus Bayern, der Schweiz und Österreich kennt. Der Landwirt zeigt hier wohl seine persönliche Vorliebe für alpenländische Rinder und hat einigen von ihnen - ganz traditionell - sogar eine Kuhglocke um den Hals gehängt. In den Alpen dienen diese Glocken dazu, die Herden zusammenzuhalten und die Tiere bei Nebel zu finden. Was die Kühe wohl von dem Dauergebimmel halten?

Schon vor Jahren hat eine Tierschützerin in der Schweiz kontroverse Diskussionen ausgelöst. Für die Kühe seien die Glocken so, als wenn uns Menschen jemand einen Presslufthammer ans Ohr hielte, schimpfte sie. Gestützt wurde all dies durch eine Studie der Technischen Hochschule Zürich, wonach die Hornträger in “unvertretbar starkem Ausmaß unter dem Gewicht und dem Lärm der Glocken litten”. An 3 Tagen wurden an 19 Kühen mit 5,5 Kilo schweren Glocken Messungen vorgenommen. Heraus kam, dass die Testkühe seltener ihre Köpfe bewegten, weniger fraßen und sich weniger ausruhten. Das wiederum rief den Zorn der Landwirte auf den Plan, die von “weltfremden” Untersuchungen sprachen.

Ich bin froh, dass ich bei den Ladenburger Kühen nur eine ganz kleine Glocke entdeckt habe. Schließlich muss man eher selten im Nebel nach ihnen suchen. Und ich hoffe sehr, dass sie unter dem Bimmel-Bammel nicht zu arg leiden müssen.

Wiederkäuen mit Blick auf den Ladenburger Wasserturm:

Alpenländische Rinder / Kühe in Ladenburg ... hornlos ... Kuhglocke ... Foto: Brigitte Stolle

Alpenländische Rinder / Kühe in Ladenburg ... hornlos ... Kuhglocke ... Foto: Brigitte Stolle

Alpenländische Rinder / Kühe in Ladenburg ... hornlos ... Kuhglocke ... Foto: Brigitte Stolle
Fotos: Brigitte Stolle

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