Dienstag, 11. Februar 2020

Kameruner - nicht nur zur Faschingszeit

Kameruner - so nennt unser Lieblingsbäcker sein Siedegebäck aus Hefeteig, das aber nicht nur (wie zum Beispiel der gefüllte Berliner Pfannkuchen) zur Faschingszeit zu haben ist. Kameruner sind von kleinerer Gestalt, haben eine längliche Form (ähnlich einer Acht oder eines Rähmchens mit Loch in der Mitte) und werden nach dem Backen mit Puderzucker bestreut. Man kann sie kultivierter essen, verschmiert sich nicht den ganzen Mund und der Gesamteindruck ist nur leicht süß. Früher nannte man diese Art von Gebäck “Schmalzgebäck“, da es in Schweineschmalz (Schlachtabfall) gegart wurde. Heute kommen Butterschmalz, Speiseöl, Kokosfett ins Spiel und man spricht von Siedegebäck. Das Frittierfett zeigt also den Hauptunterschied zwischen gestern und heute. Eine Erklärung, woher die Kameruner ihren Namen haben, ist, dass sie in wilhelminischer Zeit erfunden wurden, um die Solaten der damaligen Kolonie Deutsch-Kamerun bei der Stange und bei guter Laune zu halten. Ich habe keine Ahnung, ob das wirklich stimmt. Auch zu der Annahme, dass es im Süden Deutschlands eher Krapfen heißt und Kameruner ein norddeutscher Ausdruck ist, kann ich leider nichts sagen. Aber schmecken tun die Kameruner einfach wunderbar - und das ist ja die Hauptsache. Wir freuen uns, dass unser Bäcker die Kameruner in seinem Programm hat.

Februar 2020 ... Das Siedegebäck KAMERUNER schmeckt nicht nur zur Faschingszeit ... Fotos: Brigitte Stolle

Februar 2020 ... Das Siedegebäck KAMERUNER schmeckt nicht nur zur Faschingszeit ... Fotos: Brigitte StolleFotos: Brigitte Stolle

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